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// Mein Städtetrip nach Paris //

Paris, die Stadt der Liebe und von vielen so geliebt. Vor vielen Jahren war ich bereits schon einmal via geführter Busreise in Paris und habe wieder über „Vente-privee“ ein tolles Thalys-Angebot für 22 EUR gefunden was ich natürlich nicht ausschlagen konnte. Mit dem Thalys bist du in nur guten drei Stunden Fahrt von Köln in Paris. Günstiger könnten wir nicht wohnen stelle ich mal wieder fest.

Das Angebot war leider begrenzt und nur an ausgewählten Tagen und Terminen verfügbar, sodass wir weiter auch noch meinen Geburtstag mit dem Aufenthalt dort verbunden haben. Ein tolles Geschenk! Der Charme der Stadt kam erst wenig später, da auch Paris von der Flüchtlingswelle und viel Armut heimgesucht wird und ich in der Metro vom Nordbahnhof mit vielen Vorurteilen erst einmal zurecht kommen musste. Mir war wieder ganz schnell bewusst geworden wie leicht und schnell man von A nach B kommt. Das Metronetz ist wirklich genial. Nicht wie in Deutschland zahlt man ein Einzelticket und kommt mit einem Preis von 1,80€ pro Ticket ans Ziel solange man sich im Metronetz aufhält und die Station nicht verlässt. Über GoogleMaps ist die Reise mit der Metro auch ein Kinderspiel, da ganz genau angezeigt wird welche Linie in welche Richtung ihr nehmen müsst.

Also nichts wie rein ins Vergnügen und Bonjour.

Die Hotels in Paris sind sehr teuer, die Zimmer zentral gelegen meist sehr klein aber das sollte den Charme nicht kaputt machen. Ich empfehle Euch und werde es selbst das nächste Mal befolgen lieber etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und ein 5 Sterne Hotel zu buchen. Wir residierten im „Hôtel ibis Paris Tour Eiffel Cambronne 15ème“ und das war wirklich nur zum schlafen gut. Ein Aufenthalt erinnert fast schon an eine Kreuzfahrt und eine kleine Kajüte. Aber wir waren ja nicht nach Paris gekommen um uns auf dem Zimmer aufzuhalten. Der erste Weg nach der Gepäckabgabe führte uns natürlich zum Wahrzeichen von Paris, den Eiffelturm. Immer wieder beeindruckend ein solches Gebäude. Das erste Mal sind wir auch bis zur 2. Etage die Treppen nach oben gelaufen. Mensch mir tun jetzt noch die Beine weh aber das Erlebnis an sich sollte man definitiv einmal mitgemacht haben. Dieses Bauwerk ist und bleibt wirklich einer der genialsten die ich bisher gesehen habe. Trotz Höhenangst oben angekommen gab es viel zu sehen. Der Blick über Paris verrät schnell, dass es wenig grüne Stellen gibt. Alles ist zugebaut und eng. Vielleicht bin ich zu verwöhnt dennoch leben würde ich dort nicht wollen.

Das Leben was sich in Paris abspielt fängt spät an, gedehnt über ein 2-stündiges Essen am Mittag und endet mit einem gemütlichen Espresso und meist einer Zigarette im Café an der nächsten Ecke. Die Freundlichkeit hätte ich so nicht erwartet aber ich bin wirklich begeistert und muss das Vorurteil, dass alle Franzosen nur französisch sprechen wirklich widerrufen. Fast jeder von der Bäckerei bis zum Blumenladen ist mit mindestens Englisch ausgestattet und man muss keine Angst über Verständigungsprobleme haben.

Unser Tag nach dieser atemberaubenden Besteigung des Eiffelturms und der wirklich gigantischen Aussicht führte uns wieder zurück ins Hotel wo wir uns für den nächsten Tag erholen wollten. In Paris ist enger und hektischer Verkehr, die Hop-on Hop-off Busse fanden wir zu teuer und man war wenig flexibel. So entschieden wir uns für den Vélib-Fahrradverleih. An so vielen Stationen in der ganzen Stadt kann man sich für günstiges Geld ein Rad ausleihen, ein Stück fahren und wieder abstellen.

Für ein Tages-Abo bezahlt man 1,70€ Gebühr, alles andere läuft dann auf Zeit. Wir haben meist kurze Strecken getätigt, sodass wir unter der halben Stunden Leihzeit geblieben sind. Diese ist gratis. Die zweite halbe Stunde kostet dann 1€. Ich kann nur sagen, dass es praktisch und günstig ist, man ist flexibel und findet an allen Sehenswürdigkeiten und Plätzen meist eine Station zum Abstellen.

Unsere Fahrradtouren waren alleine schon ein echtes Erlebnis. Inmitten des engen Stadtverkehrs in der Stadt gibt es wenig Fahrradwege und meist muss man dann mit den Autos auf der normalen Straße fahren. Ein Erlebnis ist untertrieben, man sollte wirklich aufpassen um nicht von dem nächsten Auto ergriffen zu werden. Wir waren mutig und ein wenig Nervenkitzel schadet ja nie 🙂

Bei schlechtem Wetter bringt einen die Metro aber auch schnell und unkompliziert von A nach B. Mit mehr als 300 Metrostationen kommt ihr wirklich an jede entlegene Ecke von Paris. Die Tickets kauft man am Automaten der Haltestelle oder am Serviceschalter am Bahnhof oder Flughafen. Es gibt auch die Möglichkeit diese online zu erwerben was ich persönlich aber für weniger sinnvoll halte.

In den Metrostationen findet man sich ebenfalls gut zurecht, da man über die Ausschilderungen in den unterirdischen Gängen wirklich schwer die Orientierung verlieren kann. Ein „Sortie“ Schild bringt euch immer zum Ausgang. Das M und die Nummer zeigt wo es zu den Anschlusslinien geht. Wenn ihr in die falsche Richtung unterwegs seit steigt einfach an der nächsten Station aus und wechselt zur gegenüberliegenden Strecke.

Kein Grund zur Panik also in der großen Stadt.

Nun aber genug vom Allgemeinen und ein paar Anlaufpunkte zusammengefasst.

Tour Eiffel

Das Pariser Wahrzeichen, der Eiffelturm sollte eigentlich nach der Weltausstellung 1889 wieder abgerissen werden. Wegen des Erfolges steht der Stahlkoloss heute noch, ähnlich wie bei anderen für die Weltausstellung gebauten Denkmählern.

Wusstet ihr, dass der Eiffelturm in der Nacht mit rund 20.000 Lampen beleuchtet wird? Der Wahnsinn!

Cathédrale Notre Dame

Ehrlich gesagt finde ich diese ganzen Kirchen als Sehenswürdigkeit eher langweilig, dennoch ist Notre Dame wirklich beeindruckend. Im 19. Jahrhundert restauriert schimmert Notre Dame mit seinen imposanten Fensterrosetten aus buntem Glas.

Der Arc de Triomphe

Das Schlusslicht der bekannten und luxuriösen Chmapes Elysée auf dem Place Charles-de-Gaulle und zugleich eine Erinnerung an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Auch hier können Besucher auf der großen Dachterasse die Aussicht über die Pariser Innenstadt genießen.

Der Place de la Concorde

Kaum zu übersehen ist die beeindruckende Sehenswürdigkeit, der Obelisk, mit seinen 23 Metern in der Mitte des Platzes.

Je t´aime-Mauer

Alle die verliebt nach Paris fahren sollten der Mauer einen Besuch abstatten. Auf 250 Sprachen ist hier „Ich liebe Dich“ verewigt.

Musée du Louvre

Obwohl ich keine Museen mag war ich hier alleine von den imposanten Räumlichkeiten, Deckenhöhen und den Kunstschätzen wirklich überwältigt. Den Eingangsbereich über die moderne gläserne Pyramide kannte ich schon aber das Innere muss man ebenfalls gesehen haben. Wir hatten das Glück der längeren Öffnungszeiten zum Abend hin, sodass man nach 18 Uhr auch keine langen Wartezeiten mehr in Kauf nehmen muss. Die weltberühmte Mona Lisa war dann das Herz der ganzen Geschichte. Ein Besuch lohnt sich und man erhält unter 26 Jahren freien Eintritt (auch wenn das für mich sicherlich schon lange vorbei ist).

Was ist mein Fazit? Die Gemütlichkeit der Franzosen, das sportliche Volk was immer joggen geht nach der Arbeit hat mich schon mitgerissen. Gemütlich und Alleine ins Café setzen und eine Stunde lang Menschen beobachten, einen Espresso trinken und weiterziehen – das ist Paris. Das nächste Mal komme ich jedenfalls im Sommer um noch weitere schöne Ecken zu entdecken.

Nach den Anschlägen merkt man noch immer die Anspannung und die extremen Sicherheitsvorkehrungen vor allen Sehenswürdigkeiten und in der Stadt. Das Militär und die Polizei ist weit verbreitet und mit Maschinengewehren sehr präsent. Ich hatte Spaß und einen schönen Aufenthalt und hoffe, dass so etwas nicht noch einmal passiert.

In diesem Sinne hier noch weitere visuelle Eindrücke aus der Stadt der Liebe.